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Nach dem Tod von Dr. Augustinus Krinner (ϯ 2017), der den Pfarrbesuchsdienst jahrelang geleitet hat, wird nun an  einer neugestalteten Weiterführung dieser wichtigen caritativen Aufgabe gearbeitet. Über eine entsprechende Entscheidung seitens der Gemeindegremien wird demnächst hier informiert werden.

 

 

 

 

Für die Kirche ist Caritas, zusammen mit der Verkündigung und der Liturgie, eine tragende Säule – eine Lebensäußerung der Kirche.

So dürfte es schwierig sein, in einer kurzen und zugleich umfassenden Darstellung die vielschichtigen Aufgaben und Bemühungen der Caritas und des daraus erwachsenden Pfarrbesuchsdienstes darzulegen. Es käme nur zum Aufzählen der Arbeitsbereiche und des persönlichen Engagements der einzelnen.
Schließlich bezieht die Caritas ihre Legitimation nicht aus dem Willen der Mitglieder (über Liebe lässt sich nicht abstimmen).

Nur so allgemein lässt sich sagen: Unsere Caritas kümmert sich um Menschen, die in Not und Sorge sind, besucht Kranke und Einsame. Darüber hinaus kommt der Pfarrbesuchsdienst zur Gratulation der über Achtzigjährigen, hält Kontakt zu den Altenheimen usw., usw.
Weil wir aber allein nicht alles können, halten wir Kontakt zur Caritas von Frechen und zu den Einrichtungen des Caritasverbandes.

Wenn Sie Interesse an einer Mitarbeit haben, schicken Sie uns ein Kontaktformular und vergessen Sie nicht Ihre E-Mail oder Telefonnummer anzugeben. Wir melden uns kurzfristig bei Ihnen.

 

 

 

 

CARITAS und PFARRBESUCHSDIENST

 

in KÖNIGSDORF         von Dr. Augustinus Krinner
 


Es braucht nicht eigens betont zu werden, denn Faktum ist: Caritas ist urchristliche Ausdrucksweise der Kirche. Neben Liturgie und Verkündigung ist sie eine tragende Säule unserer Glaubensgemeinschaft. Gelebte Caritas war und ist somit selbstverständlich.


Papst Benedikt XVI betont: „Der caritative Dienst ist nicht eine Art Wohlfahrtsaktivität, die man auch anderen überlassen könnte. Er gehört zum Wesen der Kirche, ist unverzichtbarer Ausdruck ihrer selbst. Die Cariats-Agape überschreitet sogar die Grenzen der Kirche. Sie wendet sich jedem Nächsten (ob körperlich oder seelisch bedürftig) zu, dem man begegnet, wer immer er sei.“

Nach dieser kurzen, aber wesentlicher Einleitung schauen wir auf die Caritas unserer Gemeinde! - Um es vorweg zu sagen: Es geht hier nicht um etwas Neues. Gehört Caritas zum Wesen und Handeln der Kirche, dann ist sie zeitlos und somit immer auch „modern“. Wir können davon ausgehen, dass schon zu „Hildebolds-Zeiten“ hier in Königsdorf Caritas verwirklicht wurde. Da Caritas auch zugleich eine stille, liebende Tat ist, finden wir keine Tätigkeitsberichte vor. Doch wir wissen, wir fangen nicht am Punkt „Null“ an.

1967 fanden wir hier in Königsdorf eine lebendige „allesumfassende“ Caritasgruppe vor, d.h. es gab noch nicht die Bereiche, die heute auf mehrere Gruppen aufgeteilt sind. Vieles geschah spontan und auf der Basis der Einzelinitiative und aus der jeweiligen Notwendigkeit.

Um ein Beispiel zu nennen: Als Pfr. Thomé aus Gesundheitsgründen nicht mehr die Pfarrrangehörigen im Krankhaus besuchen konnte, übernahm der Caritaskreis sofort den Kranken¬hausbesuchsdienst in dem damals für Königsdorf zuständigem Dreifaltigkeits-Krankenhaus. Ein kleiner Exkurs sei hier erlaubt: Ein Kranker sagte: „Im Nebenzimmer liegt ein kranker Schützenbruder. Der ist aber evangelisch. Könnt ihr den auch besuchen? Die Antwort war: „Woröm dann nit?. Mit diesen schlichten Worten war der KBD ökumenisch.

Die Gemeinde war noch übersichtlich. So konnten alle „Hauskranken“ besucht werden. Eine Schwester vom Elisabethheim betreute die Schwerkranken. Die Pfarrei war noch übersichtlich. So konnten alle Kranken erfasst und besucht werden.

Als es darum ging, den Seniorenkreis zu gründen, war es wieder der Caritaskreis, der sich in Verbindung mit dem Pfarrgemeinderat zur Verfügung stellte. Es lässt sich nicht alles aufzählen, was der damalige Caritaskreis alles auf sich nahm. Aber er setzte Maßstäbe für uns heutige.

Doch auch für heute gelingt es nicht, die vielfältigen und vielschichtigen Aufgaben der Caritas herauszustellen. Das persönliche Engagement der Einzelnen lässt sich nicht darlegen. Doch so wichtig die Einzelbemühungen sind, es geht hier um die Gesamtsituation der Caritas. Letztlich bezieht die Caritas ihre Legitimation nicht aus dem Willen der Mitarbeiter (über Nächstenliebe lässt sich nicht abstimmen), sondern vom Auftrag Christi und seiner Kirche. Es geht um Glauben und tätige Liebe.

So sieht sich unsere Pfarrcaritas als gelebte Nähe. Sie kann Bezüge aufbauen und braucht selber auch Bezüge. Ihr Einsatz zunächst im Nahraum, denn da kann sie Kontakte aufnehmen, wo sie anderen verschlossen sind. Ortsnah ist die Caritas zugleich Teil der „Großgemeinde“. Weil nicht jeder alles kann, arbeiten wir auch mit den Einrichtungen des Caritasverbandes zusammen. Doch was wir selber tun können, es muss hier und jetzt getan werden.

Eine unserer Aufgaben ist der Pfarrbesuchsdienst. Schön ist es, wenn es sich bei dem jeweiligen Besuch um runde Geburtstage, Goldhochzeit oder sonst ein Fest handelt. Aber der Pfarrbesuchsdienst geht auch zu den Kranken, Trauernden, Einsamen und sonst wie Leidenden Viele Anschriften erfahren wir nach dem sog. Schneeballsystem. Wir verständigen uns untereinander.

Hier in Königsdorf haben wir noch einen weiteren Bereich: Das sind die beiden Altenheime, die ja von den Ordensschwestern vorbildlich geführt werden. Aber die Menschen dort freuen sich auch über Besuch von „Draußen“. Neben den vielen Einzelbesuchen gehen wir einmal im Jahr (zur Weihnachtszeit) zu allen Menschen dort mit einem kleinen Geschenk und dem Weihnachtsbrief. Wichtig ist uns: Der Besuchte merkt: er ist nicht allein, er lebt in einer Gemeinde Christi.

Unser Caritaskreis und Pfarrbesuchdienst umfasst z.Zt. 14 aktive Mitarbeiter/innen. Innerhalb der Pfarreiengemeinschaft der acht Frechener Pfarreien sind Pfarrvikar Wolfgang Scherberich und Diakon Gregor Hergarten für die Caritas zuständig. Ansprechpartner für den Ortsausschuss ist Frau Christa Tamara Kaul. Die Adventsammlung der Caritas hat Herr Hans Maas – wie seit Jahren – übernommen. Frau Doris Hackenbroich ist Kontaktperson zum Krankenhausbesuchsdienst. Ansprechpartner vor Ort: Diakon Dr. Augustinus Krinner.

Caritas geschieht in einer konkreten Gemeinde und doch ist sie stellvertretend für die ganze Kirche als Fortführung der Heilsfürsorge Christi. Das können nicht nur wir wenigen allein tun. Kommen auch Sie! Wir freuen uns auf Ihre Mitarbeit!
 

(Der Artikel ist im Pfarrbrief Frechen, Advent 2010, erschienen.)

 

 

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