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Vom Nutzen der Ungeduld  - oder:
Der Start des Ortsausschusses Königsdorf/Buschbell

 

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Heißt es. Doch beim Start der Ortsausschüsse ging’s eher zu wie beim „Warten auf Godot“ – er kam und kam nicht. Schließlich half ihm fromme Ungeduld doch noch auf die Sprünge.

Offiziell, also nach den vom Bistum vorgegebenen Leitlinien, sollten die Ortsausschüsse sechs Wochen nach der Wahl der Pfarrgemeinderäte (PGR) der neuen Pfarreiengemeinschaften berufen werden. Folglich warteten in Königsdorf und Buschbell etliche Leute, die sich grundsätzlich zu einer Mitarbeit bereit erklärt hatten, zunächst geduldig auf den Startschuss zur Ausschussarbeit. Doch es vergingen sechs Wochen, zehn Wochen und schließlich mehr als ein viertel Jahr, und vom PGR war in dieser Sache nichts zu vernehmen.


Da riss einem engagierten Königsdorfer Ehrenamtlichen schließlich der Geduldsfaden. Und nicht nur ihm. Also trommelte er alle, die nach der Auflösung der alten Gemeindestrukturen Ende 2009 ihr Interesse an einem Aufbruch und einer Neugestaltung bekundet hatten, zu einer ersten informellen Besprechung zusammen. So trafen sich am 11. März 2010 acht Gemeindemitglieder aus Buschbell und Königsdorf in der Königsdorfer Pfarrbücherei. Sie hielten sich nicht lange mit Wehklagen über das weithin wahrnehmbare Anfangsknirschen im Großprojekt Frechener Pfarreiengemeinschaft auf, sondern überlegten, wie die pastorale Arbeit, die vielen Menschen in Buschbell und Königsdorf seit Jahren eine geistliche Heimat bietet, weitergeführt werden könne, ohne durch organisatorische Mängel Schaden zu erleiden. Dieser ersten Sitzung des „angehenden“ Ortsausschusses St.Sebastianus/St.Ulrich folgten im etwa monatlichen Abstand weitere, wobei sich erste Organisationsstrukturen herausbildeten. So erklärte sich in der Sitzung Ende Mai eine Teilnehmerin bereit, die Leitung des Ausschusses bis Ende 2010 zu übernehmen, der Initiator selbst übernahm bis auf weiteres die Schriftführung bzw. Protokollierung des Geschehens. 


Inzwischen sind die mittlerweile 19 Mitglieder des Königsdorf-Buschbeller Ortsausschusses am 12. September 2010 offiziell berufen und die Sitzungen – insgesamt acht im Jahr 2010 – längst Routine. Und das mit durchaus konkreten Ergebnissen. So wurden etliche pastorale Fragen geklärt und Einzelheiten des im September gefeierten Pfarrfestes geregelt, vor allem aber wurde die Neukonzeption des Internetauftritts von St.Sebastianus/St.Ulrich erarbeitet und nicht zuletzt eine Satzung formuliert und verabschiedet.

Als hilfreich und empfehlenswert für eine effektive Ausschussarbeit hat sich eine straffe Sitzungsführung mit klarer Tagesordnung erwiesen. Die wiederum profitiert davon, dass nahezu alle Mitglieder über einen Internetanschluss und eine E-Mail-Adresse verfügen. So können nicht nur zwischendurch schnell Informationen einschließlich Abbildungen oder Internetlinks ausgetauscht werden, sondern vor allem Anliegen und Themen für die jeweils nächste Sitzung von den Ausschussmitgliedern an die Vorsitzende übermittelt werden. Die daraus erstellte Tagesordnung – gegebenenfalls mit Erläuterungen im Anhang – wird dann per Mail ein paar Tage vor dem Treffen verschickt. Auf diese Weise können sich alle Mitglieder schon im Voraus Gedanken zu den einzelnen Punkten machen und sich Argumente zurechtlegen, was den Gesprächsverlauf in der Sitzung erfreulich strukturiert und konzentriert. Damit wird nicht nur eine langwierige Argumentationssuche, sondern auch zuviel Nebensächliches vermieden. Selbstverständlich können jederzeit auch ganz aktuelle, nicht in der Tagesordnung vorgegebene Punkte zur Diskussion gestellt werden. Und selbst persönliche Dönekes finden ihren Platz. Aber das dann am Ende der Sitzung – zum mehr oder minder fröhlichen Ausklang.

Aus der bisherigen Erfahrung heraus spricht vieles für einen Halbjahresturnus beim Vorsitz. Denn das bedeutet für die/den jeweils Vorsitzende/n einen überschaubaren Zeitraum, in dem sie/er sich voll einbringen kann. Das bietet nicht nur die Möglichkeit, dass auch unter Zeitnot leidende Zeitgenoss/innen sich eher mal zur Leitung bereit finden können, sondern auch, dass im Wechsel mehr oder minder jede/r dran kommen kann, ohne dass der „Laden“ zusammenbricht. Und es wird der Gefahr begegnet, dass (unliebsame) Strukturen erstarren und sich „familiäre Erbhöfe“ verfestigen, die es neuen Interessenten nicht gerade erleichtern mitzumachen. Selbstverständlich können alle immer wieder kandidieren und im Fall ihrer Wahl auch mehrmals den Vorsitz übernehmen.


Christa Tamara Kaul

(Artikel erschienen im Frechener Pfarrbrief zum Advent 2010)

 

 

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